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In der Anbetung bete ich Gott als meinen Schöpfer an (vgl. Offb 4, 9 – 11). Jesus selbst betet niedergeworfen zur Erde oder mit gebeugten Knien (vgl. Mk 14,35, Lk 22,41). Gott allein gebührt die Anbetung (Mt 4,10). Weil auch Jesus Christus „wahrer Gott vom wahren Gott ist“ (GL 586, 2) gilt unsere Anbetung auch ihm. 1246 wurde im Bistum Lüttich erstmals das Hochfest des Leibes und Blutes Christi gefeiert. Seit 1264 feiert die ganze Kirche an Fronleichnam die leibliche Gegenwart Jesu im Sakrament des Altares. Daraus entwickelt sich die Anbetung des eucharistischen Herrn am Tag der Ewigen Anbetung oder beim Vierzigstündigen Gebet. Die Eucharistische Anbetung führt uns als Gläubige zu einem lebendigeren und tieferen Bewusstsein der wunderbaren Gegenwart Jesu Christi in der Heiligen Kommunion.

Anselm Grün schreibt dazu: „Das verwandelte Brot, der Leib Christi, zeigt uns, „… dass alle Welt verwandelt wird, dass Gott in uns wohnen kann und will. Unsere Welt bleibt nicht die gottlose und gottferne, die weltliche Welt, sondern sie wird verwandelt. Wir können ahnen, dass Gott durch seine Menschwerdung die ganze Schöpfung berührt und durch seine Berührung verwandelt hat“(Grün: Heilendes Kirchenjahr, Münsterschwarzach 1985, S. 74 f). So weist auch die runde Form der Hostie auf die Wandlung zur Ganzheit hin, die sich in uns vollzieht, so oft wir die Begegnung mit Gott suchen. Indem wir uns vom Herrn anschauen lassen und ihn anschauen, geschieht ganz langsam Verwandlung und Heilung.

Dort, wo die Anbetung gepflegt wird, bewirkt sie eine spirituelle Erneuerung aller Getauften. Auch unsere ganz persönlichen und familiären Anliegen und nicht zuletzt die Bitte um Priester- und Ordensberufe sind nirgendwo besser aufgehoben. In vielen Gemeinden schätzen die Gläubigen die Eucharistische Anbetung als eine Oase der Stille mitten im hektischen Alltag, wo sie zur Ruhe kommen und aufatmen können, und v. a. die liebende, heilende und verwandelnde Gegenwart Jesu in der Heiligen Eucharistie erfahren.

Mein Dank gilt der neuen Gruppe, die (jeweils) dienstags in der Zeit von 18:15 Uhr bis 18:45 Uhr die stille Anbetung mit Lobpreis gestaltet. Möge die Anbetung zum Segen für unsere Gemeinde werden. Ihr Pfarrer, Michael Stork