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Bereits im 4. Jahrhundert feierte die Kirche in Jerusalem das Fest – zunächst am 14. Februar, dem 40. Tag nach dem Fest „Erscheinung des Herrn“, später dann 40 Tage nach Weihnachten, der Geburt Jesu. Es wurde bald als der erste Einzug Jesu in Jerusalem betrachtet. Aus dem Grund – auch mit Blick auf den Lobgesang des Simeon – kam es im 7. Jahrhundert zu Lichterprozessionen. Die Gläubigen wollten Christus entgegengehen. Die Kerzen, mit denen die Gläubigen das Kommen Jesus in die Welt nun symbolisch begleiteten, wurden eigens zu diesem Fest geweiht. Bis heute ist die Lichtsymbolik in dem Fest enthalten und in den Gottesdiensten werden alle Kerzen, die in der Kirche für das Jahr benötigt werden, gesegnet. Mancherorts bringen auch Gläubige ihre Kerzen mit und lassen sie segnen. Seit der Liturgiereform von 1960 wurde „Mariä Lichtmess“ auch in der römischen Kirche wieder als Herrenfest gefeiert: Fest der „Darstellung des Herrn“. Der Festinhalt ist vom Evangelium her gegeben (Lk 2, 22–40).

Wegen der zeitlichen Nähe zum Gedenktag des heiligen Bischofs Blasius am 3. Februar, wird oft auch schon am Lichtmesstag nach den Messen der Blasiussegen gespendet, bei dem ebenfalls Kerzen zum Einsatz kommen. „Bischof mit dem erbarmenden Herzen“ wurde der Heilige genannt, was von großer Beliebtheit beim Volk zeugt. Er lebte in den Zeiten der grausamen Christenverfolgung des dritten und vierten Jahrhunderts. Sowenig über sein Leben bekannt ist, so zahlreich sind die frommen Erzählungen, die sich um ihn ranken. Die bildende Kunst zeugt davon. So wird er als Bischof mit brennenden Kerzen gezeigt, in der Form also, wie der Blasiussegen gespendet wird. Die Legende berichtet, dass eine Frau ihm Nahrung und Licht in den Kerker gebracht habe. Andere Bilder zeigen ihn von Tieren umgeben in der Einsamkeit des Waldes.

Der heilige Blasius: Erlösung für Leib und Seele
Bis in diese Tage ist seine Erinnerung durch den Blasiussegen erhalten. „Blasius ist kein Zauberer, der Halsleiden verschwinden lässt und Krankenkassen und Ärzte überflüssig macht. Der Blasiussegen macht vielmehr deutlich, dass die Erlösung, die uns Gott verspricht, Leib und Seele meint“, verdeutlicht der frühere Münsteraner Dompropst Josef Alfers.
Der Segen könne helfen, sein Leben als Geschenk Gottes anzunehmen, „auch dann noch, wenn gesundheitliche Probleme und Altersbeschwerden plagen“. Nicht zuletzt konfrontiere er die Gläubigen mit der Frage, wie sie mit ihrer Gesundheit umgehen. Außerdem wird er als Schutzpatron gegen das verletzende Wort empfohlen.

(Quelle: www.katholisch.de – Berichte von Agathe Lukassek und Norbert Göckener)

Termine in unserer Seelsorgeeinheit: jeweils nach der Eucharistiefeier
Sonntag, 02. Februar nur Kerzensegnung in Unterankenreute
Sonntag, 02. Februar Kerzensegnung und Blasiussegen in Grünkraut
Donnerstag, 06. Februar Kerzensegnung und Blasiussegen in Schlier
Freitag, 07. Februar Kerzensegnung und Blasiussegen in Bodnegg