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Montessori Kinderhäuser Grünkraut

Die Pädagogik

Die Begründerin der Montessori Pädagogik war Dr. Maria Montessori (1870-1952), die 1896 als erste Frau Italiens zur Ärztin promovieren durfte. Im Anschluss  studierte sie noch Pädagogik und entwarf in den Folgejahren ein neues pädagogisches Konzept, das sich konsequent am Kind und seinen Bedürfnissen orientiert und sich durch folgende Prinzipien beziehungsweise Prämissen auszeichnet:

  • Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit und ist ein wertvoller Mensch
  • Für die Entwicklung des Kindes ist es wichtig, dass es frei Entscheidungen fällen darf. Man muss es unterstützen, zur Selbstständigkeit zu finden.
  • Kinder haben sensible Phasen, in denen sie offen sind für bestimmte Lerninhalte: Es sind also Freiräume notwendig, damit sie auch ihren individuellen Lernbedürfnissen folgen können.
  • Kinder brauchen Ermutigung und Hilfe, dass sie Schwierigkeiten nicht ausweichen, sondern sie überwinden lernen.

Um diese Prinzipien zu ermöglichen, ist die Freiarbeit ein zentrales Element in der Montessori-Pädagogik. Die Erzieherinnen ermutigen die Kinder zu freien Entscheidungen, während die ihren Arbeits- oder Lernrhythmus weitgehend selbst bestimmen. Ziel ist eine Disziplin, die aus dem Innern des Kindes kommt und ihm nicht von außen vorgegeben wird. Von den Erzieherinnen wird hierbei ein großes Maß an Flexibilität und Geduld gefordert, wobei sie vielfache Hilfestellungen anbieten und die Kinder auch mit dem Rahmen und der Ordnung vertraut machen, in dem ein solches reformpädagogisches Konzept nur funktionieren kann.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen einige Montessori Materialien, die wir in unseren Kinderhäusern einsetzen.

Kaffee mahlen:
Das Kaffeemahlen ist eine Übung des täglichen Lebens. Bei dieser Übung erfahren die Kinder, wie aus einer Kaffeebohne Kaffee wird.

Tageskette:
Die Tageskette hat 24 verschiede farbige Kugeln, für jede Stunde eine andere Farbe. Im Dialog mit den interessierten Kindern erzählt die Pädagogin den Tagesablauf eines Kindes, dargestellt durch ein Püppchen. Um wieviel Uhr frühstückt es, wann geht es ins Kinderhaus, was spielt es da, wann geht es nach Hause …? Die Kinder staunen, wenn sie erfahren, wie lange sie nachts im Bett liegen und schlafen.

Weltkarte:
Unsere Erde und ihre Kontinente halten spannende Geschichten für Kinder bereit. Wo lebe ich? In Europa, Asien oder Amerika? Wo war ich im Urlaub? Kann man da mit dem Auto hinfahren oder muss man  hinfliegen? Leben Elefanten nur in Afrika? … Kinder haben viele Fragen. Mit dem kosmischen Montessori-Material  kann das Kind selbst die Antworten finden.

Gebetstisch:
An unserem Gebetstisch, haben die Kinder die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, eine Kerze anzuzünden, zu beten, zu singen, die Bibel, ein religiöses Bilderbuch anschauen. Vom Jahreskreis ausgehend feiern wir religiöse Feste, Gottesdienste, beten und singen gemeinsam.

Sinnesmaterial – Dimensionsmaterial:
Kinder möchten ihre Sinne betätigen und mit den Händen „Be-greifen“. Sie ordnen, sortieren, fühlen,  teilen ein. Sie wollen mit den Händen tätig sein und erforschen. Hier sehen sie ein Material zur Unterscheidung von Dimensionen, Formen und Farben. Für alle diese Sinne hat Montessori Materialien entwickelt.

Freies und gemeinsames Frühstück:
Die Kinder können während des Freispiels selbst bestimmen, wann, wieviel und mit wem sie essen möchten. Sie erleben Gemeinschaft, spülen ihr Geschirr selbständig ab und decken für das nächste Kind den Platz wieder ein. An bestimmten Tagen wie Waldtag, Turntag, Geburtstag und an Festen essen wir mit den Kindern gemeinsam

Übungen des täglichen Lebens: 
Maria Montessori sah die Grundbedürfnisse der Kinder und stellte Tätigkeiten zu einzelnen Übungen zusammen. So auch „Die Übungen des täglichen Lebens“. Dies sind Tätigkeiten, wie sie täglich im Leben des Kindes vorkommen, wie z. B. das Händewaschen. Diese Übung kommt dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen. So kann das Kind sinnvolle und reizvolle Tätigkeiten ausführen. Viele Tätigkeiten werden heute von technischen Geräten erledigt. Durch das Hantieren mit den Übungen des täglichen Lebens kann das Kind Zusammenhänge, Ursachen und Wirkung erkennen.

Sandpapier-Buchstaben:
Wenn das Kinder Interesse an Buchstaben zeigt, werden diese spielerisch mit den Sandpapier-Buchstaben eingeführt. Hierbei lernt das Kind nicht nur den Laut des Buchstabens sondern auch die richtige Schreibweise. Erfahrungsgemäß zeigen die Kinder mit etwa 4 Jahren ein sehr großes Interesse an Buchstaben. Dieses Material bieten wir individuell auch schon zweijährigen Kindern an.

Bewegliches Alphabet:
Sobald das Kind einige Buchstaben kennengelernt hat, kann es mit dem beweglichen Alphabet arbeiten, um kurze Wörter zu legen. Hier legt das Kind die Buchstaben, die es beim Lautieren des ausgesuchten Wortes hört. Dieses Material bietet eine gute Vorbereitung für das Lesen und Schreiben.

Erstes Lesen:
Hier liest das Kind kurze, lautgetreue Wörter und ordnet anschließend den jeweiligen Gegenstand zu. Die Wörter werden immer länger und schwieriger bis hin zu Wörtern, in welchen Phonogramme wie Beispielsweise „sch“, „ei“, „pf“… vorkommen.

Montessori Kinderhaus St. Nikolaus
Bodnegger Str. 21
88287 Grünkraut
Tel. 07 51 – 67 320
kiga-st.nikolaus@versanet.de

Montessori Kinderhaus St. Christophorus
Kirchweg 7
88287 Grünkraut
Tel. 07 51 – 62 165
kiga-st-christ@versanet.de

Gesamtleitung
der beiden Kinderhäuser:
Manuela Pöll-Lorenz