Über Blankenhorn

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Außerordentlicher missio-Sonntag

Der außerordentliche missio-Sontag findet alle vier Jahre in allen Gemeinden der Diözese statt.
Er dient zur Stärkung des missionarischen und weltkirchlichen Bewusstseins. Als der eine Leib Christi kann es den einzelnen Gliedern nicht egal sein,
wie es den anderen Gliedern geht. Die Not macht im Gegensatz zu vielen anderen Gegebenheiten keine Pause in der Corona-Krise, sondern verstärkt das Elend vielmehr noch.

Die Kirchengemeinde Grünkraut möchte das  Projekt „Dorf der Hoffnung“ in Ilunda (Tansania) der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V.  mit den Spenden des außerordentlichen missio-Sonntags fördern. Die Eucharistiefeier fand am 28.06.2020 um 10:30 Uhr in der Pfarrkirche Grünkraut statt.
Dazu ein kurzer Informationsbericht:
Ein guter Start ins Leben! Das „Dorf der Hoffnung“ in Ilunda (Tansania) ist Heimat für rund 60 Kinder, die ihre Eltern aufgrund der Immunschwächeerkrankung AIDS verloren haben. Die Krankheit AIDS verändert das Leben von ca. 1,4 Millionen Menschen in Tansania und ihren Familien. Aufgrund dessen wurde 2002 das Kinderdorf Ilunda gegründet. Es hat neun Kinderhäuser für je acht bis zehn Kinder. Die jüngsten Kinder sind wenige Wochen alt, sie leben in der Regel bis nach dem Abschluss der Grundschule in Ilunda. Danach kehren sie entweder in die Großfamilie zurück oder werden durch die Einrichtung weiter begleitet. Um die Kinder gut in das Leben begleiten zu können und Zukunftsperspektiven aufzubauen, gehört zum Kinderdorf auch ein Kindergarten. Diesen besuchen neben den Waisenkindern aus dem Kinderdorf auch Kinder aus den angrenzenden Dörfern.
Mittlerweile hat die Zeit ihre Spuren an den Gebäuden hinterlassen und die Renovierungsarbeiten werden immer dringender. Dächer sind undicht, Risse in den Mauern müssen ausgebessert werden und die Farben an den Wänden sind schon lange nicht mehr bunt. Und auch der Kindergarten von Sr. Pendo, welchen momentan rund 60 Kinder besuchen, ist in sehr schlechtem Zustand.
Gemeinsam möchten wir die Schwestern in Tansania unterstützen, das Kinderdorf mit dem dazugehörigen Kindergarten wieder instand zu setzen und den Kindern damit die Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Helfen auch Sie mit! Asante sana – vielen Dank!

Da aufgrund der aktuellen Lage auch an diesem missio-Sonntag die Anzahl der Gottesdienstbesucher*Innen sehr begrenzt ist (Einhaltung der Corona-Verordnungen unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart), bitten wir Sie auf diesem Wege für eine Spende und bedanken uns ganz herzlich vorab für Ihre Unterstützung und Stärkung des missionarischen und weltkirchlichen Verständnisses. Sie können die Spende überweisen an:
Katholische Kirchenpflege Grünkraut
IBAN: DE11 6506 2577 0015 3940 00 bei der VR-Bank Ravensburg-Weingarten
Verwendungszweck: Projekt Ilunda Renovierung

 

2020-07-03T15:13:04+00:0003.07.2020|

Das Fronleichnamsfest – Besinnlicher Feiertag

HERZLICHEN DANK AN ALLE,
die zum bewussten Feiern des Fronleichnamfestes 2020 in dieser besonderen „Corona-Zeit“ beigetragen haben.  Zu Fronleichnam – das katholische Hochfest des Leibes und des Blutes Christi –wurde in der Kirche ein wunderschöner Blumenteppich (von den Eheleuten Spinnenhirn) zur Ehre Gottes gestaltet. Bereits vor der Kirche machten farbenprächtige Blumenbilder am Wegesrand auf das Fronleichnamsfest aufmerksam. Im Mittelpunkt des Festes steht die Eucharistie. Gott selbst ist in der gewandelten Hostie gegenwärtig. Die Monstranz, die Aussetzung des Allerheiligsten und die anschließenden Betstunden, die mit Vorbetern der ganzen Seelsorgeeinheit durchgeführt wurde, zeigten dies deutlich. Der Feiertag wurde mit einer inspirierenden und besinnlichen Lobpreisstunde und mit dem besonderen sakramentalen Segen sehr gelungen abgeschlossen.

2020-06-18T14:10:05+00:0018.06.2020|

Anmeldung zur Firmvorbereitung

In diesen Tagen werden die Firmbewerber*innen der Klassenstufe 9 von unseren Pfarrämtern per Informationsbrief eingeladen, sich zur Firmvorbereitung anzumelden. Wer bis zum 03. Juni noch keine Einladung per Brief erhalten hat, sich aber dieses Jahr firmen lassen möchte, möge sich bitte bis zum 15. Juni auf einem der katholischen Pfarrämter in Bodnegg Tel. 07520 2145 und Schlier 07529 854 melden. Dann schicken wir den Anmeldungsbrief zu. Anmeldeschluss ist der 19. Juni 2020.

2020-05-28T17:18:09+00:0028.05.2020|

Wissenschaft, Meinung und Entscheidung

Liebe Gemeinde,
Verantwortungs- und Entscheidungsträger*innen haben es derzeit nicht ganz einfach. Eine große Vielfalt von Vorgaben müssen beachtet, abgewogen und zu einem Ergebnis geführt werden, das seine Anwendung im Alltag hat. Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, Meinungen, Vorgaben von Ämtern, Behörden und Dienststellen wird ein möglichst „Corona-ansteckungsfreier-Lebensraum“ gezimmert. Da entsteht ein Lebenshaus, das um das Virus herum gebaut wird und alles andere als wohnlich ist und nicht der Normalität gleicht, die wir gewohnt waren und sind, eine Alternative mit vielen Abstrichen und Einschränkungen. Sie können sich sicherlich auch vorstellen wie schwer es ist, allen dabei gerecht zu werden. Wissenschaft und Meinungen prallen aufeinander und bringen Entscheidungsträger in eine große Zerreißprobe. Ganz gleich wie entschieden wird, es gibt Befürworter und Gegner, Unzufriedene und Kritiker.

Auch wir als Pastoralteam und Gemeindeleitungen tun uns unsäglich schwer, zum Wohl und zum Schutz der Menschen Entscheidungen zu treffen. Wir sind alle sehr bemüht und besorgt und treffen nach langem Abwägen unsere Entscheidungen. Manche Entscheidungen werden uns aber auch abgenommen durch die amtlichen Vorgaben und Verbote. Worte wie “hätte“, „könnte“, „würde“ und „sollte“ sind immer wieder auch zu hören, was wir auch in den persönlichen Einzelanliegen und persönlichen Verständnissen verstehen können. Bei jeder neuen Entscheidungsfindung versuchen wir auch all das zu berücksichtigen, was nicht immer gelingt.

Wir sind so dankbar dafür, dass alle Mitverantwortlichen in unseren Gemeinden zu guten Entscheidungen und gangbaren Wegen gekommen sind und mit Klarheit Möglichkeiten geschaffen haben, Gottesdienste zu feiern. Sicherlich entsprechen diese Formen nicht unserem theologischen Verständnis, aber sie sind die einzige momentane Alternative, welche gegen die „Corona-Virus-Existenz“ unser Feiern ermöglicht.

Unser ganzes Leben baut sich um dieses Virus herum. Manchmal vielleicht mit einem zu überaus vorsichtigem Sicherheitsabstand, manchmal auch sehr gefährlich nahe. Die Grenzen sind unsichtbar und darum auch schwer auszumachen. Den richtigen Abstand kann man leider erst im Nachhinein ausmachen, wenn keine Ansteckung erfolgte oder eben doch eine.

Vorgaben, Verordnungen, Abwägungen der Möglichkeiten und örtliche Gegebenheiten fordern einen ständig heraus und zwingen zu Entscheidungen, die abgewogen so ausfallen, dass der Schutz des Lebens und die Machbarkeit in einem tragbaren Verhältnis zueinander stehen und auch umsetzbar sind.

Dieses Virus verändert unser Gemeindeleben derzeit gehörig und all unser Feiern. Wir bauen um dieses Virus quasi herum und darum bleibt es immer im Mittelpunkt all unseres derzeitigen Handelns und ist somit auch immer im Weg. Das Mögliche können wir tun, aber es wird vielfach anders sein, als das Gewohnte, Gewollte und ans Herz Gewachsene. Da hilft kein Klagen, sondern nur das ermutigende Miteinander, das gegenseitig Wertschätzen und das Handeln im Bereich des Machbaren.

Dafür sage ich Ihnen allen, auch im Namen aller Mitverantwortlichen in unseren Gemeinden, ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihr Sein und Mittun, Ihre Mitsorge und Ihr Gebet, Ihr Mitfeiern und all Ihre Mithilfen, Ihr Verständnis und Ihre offenen Augen und Herzen für all die Menschen, die uns derzeit ganz besonders brauchen.

Pfarrer Edgar Briemle, Administrator

2020-05-15T09:43:28+00:0015.05.2020|

Gottesdienste in der Corona-Zeit

Liebe Schwestern, liebe Brüder,
nachdem wir in den vergangenen Wochen die Gottesdienste nichtöffentlich gefeiert haben, wird es ab dem 9. Mai 2020 wieder möglich sein, diese unter Einhaltung bestimmter Regeln und Auflagen in unseren Kirchen öffentlich zu feiern. In anderen Räumen zu feiern, ist nicht erlaubt. Wir werden die Gottesdienstzeiten, Gottesdiensttage und Gottesdienstorte wie vor der Corona-Krise nach und nach wieder aufnehmen. Diese können Sie dem Mitteilungsblatt und auch im Internet auf der Homepage entnehmen.

  • Es wird nur eine begrenzte Zahl von Mitfeiernden bei allen Gottesdiensten geben können. Die Zahl orientiert sich an der Größe des Kirchenraumes. Zwischen den Mitfeiernden muss mindestens 2 Meter Abstand nach allen vier Seiten gewährleistet sein. Familienmitglieder, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, werden nicht getrennt. Die einzelnen Sitzplätze sind gekennzeichnet. Alle Mitfeiernden müssen einen Sitzplatz haben. Stehplätze sind nicht möglich. Eine zusätzliche Bestuhlung darf nicht vorgenommen werden. Diese Regel gilt sowohl für die Eucharistiefeiern und Wort-Gottes-Feiern, wie auch für andere Gottesdienstformen wie Rosenkranz, Anbetung und Andachten. Beim Betreten und Verlassen der Kirche ist ebenso der Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten. Menschenansammlungen an den Ein- und Ausgängen darf es nicht geben.
  • Im Eingangsbereich wird es die Möglichkeit zur Handdesinfektion
  • Auf den Gemeindegesang muss leider verzichtet werden, da dieser ein besonderes Infektionsrisiko birgt. Darum werden Vorsänger eingesetzt.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle Gottesdienstbesucher wird empfohlen.
  • Es ist eine vorherige Anmeldung zu den Gottesdiensten notwendig. Diese können Sie telefonisch zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros oder per Mail tätigen. Durch die begrenzte Gottesdienstbesucherzahl kann es vorkommen, dass keine freien Plätze mehr vorhanden sind. Dann können Sie sich gleich für einen der nächsten Gottesdienste vormerken lassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Sie sich nicht gleich für alle Gottesdienste und Feiern eintragen lassen können. Das würde unsere Arbeit zwar erleichtern, wäre aber unter diesen gegebenen Umständen anderen gegenüber nicht gut.
  • Personen mit Krankheitssymptomen können nicht an den Gottesdiensten teilnehmen.

Wie Sie sehen erfordert die Umsetzung und Lockerung der Gottesdiensteinschränkungen ganz viel an Organisation, Kraft, Überlegungen und zudem von allen eine gehörige Portion an Geduld, Ausdauer, Verständnis und vor allem Disziplin der Mitfeiernden.

Taufen in der Corona-Zeit
Diese oben ausgeführten Regelungen betreffen auch die Taufen, die ab sofort als Einzeltaufen stattfinden dürfen.

 

Erstkommunion und Firmung in der Corona-Zeit
Ausführliche Hinweise im Umgang mit den verschobenen Erstkommunionen und Firmungen werden in den nächsten Tagen gesondert von Rottenburg kommen.

 

Beisetzungen in der Corona-Zeit
Diese können ab sofort mit maximal 50 Teilnehmer*innen stattfinden.

 

Trauergottesdienst/Requiem in der Corona-Zeit
Die können in gleichem Rahmen gefeiert werden wie die anderen Gottesdienste.

 

Dass uns diese Regelungen und Vorgaben, die uns der Corona-Virus aufzwingt, so zu handeln, nicht gefällt, das können Sie sich leicht denken. Wir hätten es gerne anders, so richtig feierlich und mit viel Gesang, wie es dieser Zeit entsprechend wäre. Aber starten wir unter diesen schwierigen Bedingungen und machen wir das Beste daraus. Es kommen hoffentlich bald wieder die Zeiten, in denen wir nicht mehr so eingeschränkt Gottesdienste feiern müssen.

Ich grüße Sie herzlich, auch im Namen von Herrn Pfarrer Jast, mit der Bitte um Gottes Segen für Sie. Trotz gefordertem Abstand stehen wir zueinander und beten füreinander. Diese Zeit erfordert das im Besonderen.

Pfarrer Edgar Briemle, Administrator

 

 

2020-05-06T14:59:59+00:0006.05.2020|

Messintentionen und Gebet in Corona-Zeiten

Liebe Gemeinde, gerade in dieser schwierigen Zeit wollen Herr Pfarrer Jast (der nun seit dem 24. April die Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit Vorallgäu als Vertretung in der Vakanz übernommen hat) und ich bei den nichtöffentlichen Gottesdiensten im Gebet an unsere Verstorbenen denken. Wir werden in den kommenden Gottesdiensten an die Verstorbenen denken und nach und nach die Messintentionen halten. Auch die in den letzten Wochen Verstorbenen haben wir in den Gottesdiensten im Gebet Gott anvertraut.

Wir beten auch für Sie, die Sie in Trauer sind, für die älter gewordenen und kranken Menschen unserer Gemeinden, für alle, die es in dieser Zeit besonders schwer haben und für die Alleinstehenden und Alleingelassenen, die Einsamen und alle, die große Lebenslasten und Probleme mit sich herumschleppen müssen. Gerne dürfen Sie sich auch in Ihren Anliegen bei uns melden. Oft tut es schon gut, wenn man darüber sprechen und sich mit jemand darüber austauschen kann.

Wir beten und bitten auch für alle Helferinnen und Helfer im Einsatz für die Kranken und Sterbenden, für alle, die sehr gefordert sind bei ihrer Arbeit und sich selber großen Gefahren aussetzen. Wir denken betend an die Menschen, die immer wieder auch Entscheidungen zu treffen haben im Umgang mit dieser Krise. Sie alle sind unserem Gebet anvertraut.

An den vergangenen Wochenenden sind mir am Hochaltar in der Kirche St. Magnus in Waldburg die dort angebrachten Engel in ganz neuer Weise ins Auge gefallen, besser gesagt, zu Herzen gegangen. Einer kniet dort in betender Haltung. Er ist mit seiner Körperhaltung dem Kirchenbesucher und mit seinen betenden Händen Gott zugewandt. Er trägt unsere Anliegen vor Gott.

Wir brauchen solche Engel, die für uns beten. Wir brauchen einander, denn das gemeinsame Gebet ist wichtig, gibt Kraft und lässt einen nicht allein in schweren Zeiten. Engel wirken oft im Verborgenen. Sie sind einfach da, wenn sie gebraucht werden. Gerade in dieser Zeit haben sich viele als Engel entpuppt, Menschen, die sich engagieren, ihre Hilfe anbieten und sich einfach ganz unkompliziert einbringen, wo Sie gebraucht werden. Engel beleben, richten auf, stehen einem zur Seite und machen einfach Freude.

Vielleicht geht es Ihnen wie mir, dass es in unserer Umgebung schon immer solche Engel gab, die wir nur wenig beachtet haben. Aber plötzlich fallen sie auf, sie stechen einem ins Auge oder gehen einem geradezu zu Herzen. Wir nehmen sie in Krisenzeiten anders war als im Getriebe des Alltags. Da wird unser Herz einem Menschen gegenüber viel dankbarer, wertschätzender und liebevoller. Und ich glaube, dass es viele solche Engel gibt, die schon immer da waren, um uns herum, aber oft zu wenig beachtet.

Der Engel in Waldburg hat mir die Augen und vor allem auch mein Herz geöffnet für die Menschen um mich herum. Er hat mich die Tatsache gelehrt, dass wir einander wie Engel sein können und sind. Auf den Blick kommt es an, wie auch auf die Art und Weise wie wir einander begegnen, miteinander umgehen und wie wir einander wahrnehmen.

Ich grüße Sie herzlich.
Seien Sie gut behütet und begleitet von Gottes liebender Nähe.
Schön, dass es Sie gibt!
Pfarrer Edgar Briemle, Administrator

2020-04-27T14:41:27+00:0024.04.2020|

Ostergruß

Die Heilige Woche – Ostern, Fest der Auferstehung Jesu
Wie schnell geben sich im Leben Ruhm und Schmach die Tür in die Hand! Ein Mensch im öffentlichen Leben – an einem Tag ist er hoch gefeiert, Tage später muss er zurücktreten. Jeder von uns erlebt wohl irgendwann ähnliche Wechselbäder von Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg. Am Palmsonntag haben die Menschen Jesus „Hosanna dem Sohne Davids“ zugerufen, wenige Tage später, am Karfreitag, rufen sie: „Kreuzige ihn!“ In dieser Spannung steht die Heilige Woche, in die wir Christen mit dem Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag eingetreten sind. Aber so gebrochen kann das Leben manchmal sein. So einen Bruch erleben wir alle gerade in dieser Zeit. Vor kurzem war noch alles in Bewegung. Jeder ging seinen Aufgaben nach, sicherlich auch nicht immer ganz einfach und ohne Probleme. Aber was uns jetzt zugemutet wird, ist einfach nur schrecklich für alle.
Eines aber dürfen wir uns sicher sein, das gibt Trost und Kraft: Der Herr will uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens hindurch nahe sein und uns begleiten. Er lässt uns nicht allein. Der Weg, den er ging, ging er für uns, um uns zu befreien und zu retten.

Gründonnerstag
Es wird für uns Priester furchtbar sein, ohne Sie die Eucharistie zu feiern, an dem Abend, an dem wir des Liebesmahles Jesu gedenken, seiner Hingabe für uns. Was Jesus damals mit seinen Jüngern im Abendmahlssaal getan hat, das tun wir im Gedenken an diese damalige Stunde. Aber es ist nicht nur Erinnerung, sondern Gegenwart, es ist Heilshandeln an uns, liebende Hingabe für uns und bleibende Gegenwart des Heils. An Gründonnerstag beginnen wir die drei großen Tage, in denen wir Jesus in seinem Leiden und seinen Tod begleiten hinein ins Leben. Sie finden ihren Höhepunkt in der Feier seiner Auferstehung.
Der Gründonnerstag ist als Auftakt der Tag des Geschenkes, der Eucharistie. Jesus setzt ein Zeichen für Zeit und Ewigkeit, ein Zeichen, das verbindet und in dem er selbst erkannt wird,
weil er seinen Leib und sein Blut, sein ganzes Leben einsetzt. Immer wenn wir die Eucharistie feiern, erinnern wir uns an diesen Abend, an das Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn. Diese seine Lebenshingabe ist Teilhabe der liebenden Nähe Gottes. Die Gemeinschaft der Liebe, die er stiftet, wird immer dann erneuert, wenn Menschen Ja sagen zu Jesus und seine Liebe annehmen. Erst recht, wenn Menschen sich selber schenken aufgrund der Liebe, an der sie teilhaben.

Karfreitag
Eine alte Frau sagte mir einmal als Vikar vor 30 Jahren: „Herr Vikar, vor jedem Haus steht ein Kreuz. Ist es nicht groß, dann ist es klein.“ Damals konnte ich sie nicht verstehen. Heute weiß ich, sie hatte Recht. Kreuze muss man annehmen und auch tragen können. Jesus konnte es. Keine einfache Aufgabe. Das schmerzt und tut weh. Aber wir können es tragen, weil Jesus sein, und damit unser Kreuz bereits getragen hat. Wenn wir an Karfreitag das Kreuz erheben, dann verehren und glorifizieren wir nicht das Leid, sondern wir preisen den, der dieses Kreuz überwunden hat, weil er bis zum Äußersten ging. Nicht für sich selbst, sondern für uns. Damit auch wir bis zum Äußersten gehen können, wenn wir unser eigenes Kreuz tragen. Wir brauchen nicht vor dem Leid zu fliehen, natürlich müssen wir es auch nicht suchen. Aber wir können uns dem Leid stellen und unter dem Kreuz stehen blieben wie Maria und Johannes, weil wir glauben und bekennen: Gott verlässt uns nicht. Auch nicht im Leid. Auch nicht im Tod, weder Jesus damals, noch uns heute.

Osternacht – Auferstehung Jesu
Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern das Leben. In die Finsternis und Dunkelheit, in Leid und Leiden, in Krankheit und Trauer, in die persönlichen Ängste und Zweifel, in den Würgegriff von Corona und alle anderen Bedrohungen bricht das Licht des Lebens. Es ist die Osternacht. Es zeigt uns, dass Gott uns Menschen nicht in der Finsternis lässt. In diesem Licht strahlt die Botschaft dieser Nacht auf: Jesus Christus hat das Dunkel der Welt und das Dunkel des Todes besiegt. Die Osterkerze, das Symbol des Auferstandenen zeigt uns:
Mit der Auferstehung Christi gibt es auch für uns keine Nacht mehr. In alle Dunkelheiten unseres Lebens strahlt Christus, das Licht.
Gebet zur Segnung der Osterkerze
Diese Kerze, Sinnbild und Zeichen für Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, leuchtet als hoffnungsbringendes und frohmachendes Licht in unserer Kirche. Ihr Licht erhelle unsere dunkle Welt und Zeit. Sie erleuchte die Suchenden und Glaubenden, sie tröstet die Schwachen, Schuldiggewordenen und Kranken, alle Notleidenden, Unfreien, Verfolgten und Entwürdigten, alle die in Ängsten sind, ganz besonders aber auch unsere älter gewordenen, einsamen und sterbenden Schwestern und Brüder. Dieses Licht sei die Freude für unsere Neugeborenen und Liebenden, es sei Führung und Weg unseren Tauf- und Firmbewerbern und den Erstkommunionkindern, Trost den Trauernden und Lebenszeichen den Heimgegangenen. Dieses Licht mache unser aller Leben hell und gut. Dafür sei Christus das Lob jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Ostersonntag
Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! So begrüßen sich im Osten die Menschen am Osterfest. Kein anderer Morgen des Jahres ist so besonders wie der Ostermorgen. An diesem Morgen vollendet sich die Wende von der Nacht zum neuen Tag. Der Aufgang des strahlenden Sonnenlichts ist ein Bild für das Osterwunder, das unser Leben prägen soll. Vor Gott ist keine Nacht unendlich. Der Tod ist nicht das Letzte. Wir glauben an einen Gott, der stärker und mächtiger ist als alles, was uns und unser Leben begrenzt.
Paulus schreibt seinen Freunden in Korinth: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos“ (1Kor 15, 13-14). Die Auferstehung Jesu ist der Grund und die Quelle unseres Glaubens. Damit dieser Glaube in uns lebendig bleibt und die österliche Freude in uns nicht erlischt, feiern wir Jahr für Jahr Ostern.
Das Osterfest fällt auch in diesem Jahr nicht aus. Es wird nur anders gefeiert. Dazu lade ich Sie alle ein, ganz besonders in Ihren Familien zu feiern, miteinander zu beten und Ihre österlichen Familientraditionen zu pflegen. Im Gebet bleiben wir einander verbunden.

Ich wünsche uns, dass so manches Hartgewordene wieder ins Rollen und zum Leben kommt, Eingeschlossenes zum Licht und Befreiendes spürbar erfahren wird. Auferstehung will nicht nur erinnert, sondern alltäglich erlebt und erfahren werden. Wenn uns das gelingt, dann ist Jesu Heilstat nicht nur ein zu erwartendes Ereignis am Ende unserer Zeit, das wir an wenigen Tagen alljährlich feiern, sondern ein wohltuendes und heilsames Erlebnis im Hier und Heute.

Von Herzen grüße ich Sie mit der Bitte um Gottes reichen Segen und Geleit für Ihren Weg durch diese so schwere Zeit und danke für alles Gewirkte und Gelebte, für Zeugnis und Liebestat.
Pfarrer Edgar Briemle, Administrator

2020-04-15T07:18:50+00:0015.04.2020|

Aufruf zu Bischof-Moser-Kollekte

Vielen Menschen und Gläubigen ist bewusst: Es wird keine Kar- und Ostergottesdienste geben, weil die Corona-Pandemie die Gesundheit vieler Menschen bedroht. Angst greift um sich.
Und nun? Wir lassen den Namensgeber der Stiftung zu Wort kommen: Bischof Georg Moser.
Bischof Moser führt einen Weg des hoffnungsvollen Vertrauens und des Gebets um zu lernen mit Ängsten umzugehen. Zu Ostern schreibt Bischof Moser:
„Ostern ist öffentlich. Man versteckt es nicht wie Osternester für Kinder. Ostern braucht Boten und Zeugen, die durch ihr Wort und ihr Verhalten unter Beweis stellen, was es Großes ist um die neue Zeit, die mit dem Auferstandenen begonnen hat. Um uns herum warten viele Menschen in Sorgen auf das befreiende Wort vom Neubeginn, auf Zeichen verstehender Güte und helfenden Taten. Zumal in den Ostertagen sollte jeder von uns sich fragen, zu wem ihn der Auferstandene schicken möchte, damit durch seine Hilfe der belasteten, angstvollen Existenz des Nächsten ein Licht aufleuchtet.“
Mit seinem Wort zu Ostern schenkt er uns einen Impuls in dieser Krisenzeit, diese bilden ebenso eine Brücke in unsere aktuelle Realität 2020 wie zum Aufruf von Bischof Gebhard Fürst zur jährlichen Osterkollekte. Statt der Kollekte bitten wir um eine Spende – diese fließt nicht dem Kapitalvermögen der Bischof-Moser-Stiftung zu, sondern wird direkt zur Förderung von pastoralen Projekten verwendet, die in der gegenwärtigen Krise mehr denn je den Menschen zu Gute kommen.
Spenden Sie bitte an die Bischof-Moser-Stiftung
IBAN: DE90 6005 0101 0001 1155 85

BIC: SOLADEST
BW Bank
Verwendungszweck „Online“

2020-04-08T07:21:30+00:0008.04.2020|

Worte zum Palmsonntag, zur Karwoche und zu Ostern von Pfr. Edgar Briemle

Man kann es noch gar nicht glauben und fassen, dass die großen Feierlichkeiten unseres Glaubens nicht gemeinsam gefeiert werden können. In einem Schreiben von Rottenburg heißt es:
„Zum ersten Mal seit Menschengedenken werden Christen in vielen Teilen der Welt das Osterfest nicht in freudig versammelter Gemeinschaft feiern. Die Osterkerze wird nicht am Feuer entzündet und die Gemeinde wird nicht gemeinsam in die hell werdende Kirche einziehen. Das Exsultet wird in leeren Kirchen erklingen, ebenso das Halleluja und das Osterevangelium. Dies ist zutiefst traurig und schmerzhaft. Uns wird bewusst, dass wir uns in einem Ausnahmezustand befinden, von dem noch vor wenigen Wochen niemand für möglich gehalten hätte, dass wir ihn erleben und mit-einander durchstehen müssen, umeinander besorgt und füreinander sorgend.
Und dennoch und gerade deshalb feiert die Kirche Ostern: weil Trauer und Sorge, weil Resignation und Hoffnungslosigkeit, weil der Tod in seinen vielen Formen nicht das letzte Wort haben! Papst Franziskus hat sich dagegen ausgesprochen, den Ostertermin – das Herz des liturgischen Jahres – zu verschieben. Es wird ein Osterfest sein, das wir nie vergessen werden. Wir wollen Wege suchen, damit Menschen dieses höchste Fest der Christenheit in Freude mitfeiern können, selbst wenn sie im kleinen familiären Kreis oder ganz alleine zuhause sind. »Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel«, singt die Kirche im Exsultet. Wir beten in diesen Tagen darum, dass die Frohe Botschaft der Auferstehung Jesu das Dunkel von Krankheit, Angst und Einsamkeit aus den Herzen der Menschen vertreibe oder doch so erleuchte, dass unsere Hoffnung nicht erlischt.“
Palmsonntag- Das ist der Beginn der Heiligen Woche, das ist ein Aufleuchten der Sonne im Dunkel der Sorge und Angst. Jesus kam in die Stadt Jerusalem, und die Menschen haben ihn verehrt wie einen König. Aber er kam nicht als Herrscher, er kam, um an der Seite derer seinen Weg zu gehen, die in Not, Armut, Krankheit und in Ängsten und Zweifeln gefangen waren.
Seine Herrschaft war die Freiheit im Vertrauen auf seinen Vater im Himmel. Jesus Christus lädt uns ein, seinen Weg mitzugehen – es ist auch unser Weg in die Freiheit, unser Weg des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
Die Palmzweige, die wir segnen, wollen uns Zeichen sein und daran erinnern: Jesus ist der König, der gekommen ist, um den Menschen Gottes Güte und Menschenfreundlichkeit begreiflich zu machen. Wenn diese Palmzweige in unseren Häusern und Wohnungen das Kreuz schmücken, sagen sie uns: Wir dürfen auf Jesus schauen, wir dürfen im Glauben an seine Nähe Mut und Trost finden im Dunkel des Lebens. Er ist die Sonne der Liebe Gottes, die uns allen leuchtet.
Mit dem Palmsonntag treten wir ein in die Heilige Woche. Wir gehen mit Jesus – betend und in Gedanken – den Weg vom Abendmahl über seine Verurteilung zu seinem Tod am Kreuz bis hin zu seiner Auferstehung an Ostern. Wir gehen den Weg unseres Glaubens und unserer Hoffnung.
Im Gotteslob finden Sie dazu Gebete
Für die Karwoche:
Kreuzwegandacht 683;
Litanei vom Leiden Jesu 563;
Für den Gründonnerstag:
Mit Jesus Wachen und beten 925,
In Jesu Worten Halt und Trost finden 926;
Für den Karfreitag:
Kreuz und Leiden 675,3;
Für die Auferstehungsfeier: 675,4.
Pfarrer Edgar Briemle, Administrator

2020-04-01T08:47:35+00:0001.04.2020|